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Wenn ich heute nochmal mit Stunt Scooter anfangen würde...

Wenn ich heute nochmal mit Stunt Scooter anfangen würde...

Wenn ich heute noch einmal ganz von vorne anfangen müsste, würde ich wahrscheinlich einiges anders machen.

Nicht, weil ich etwas bereue.

Sondern weil ich in den letzten Jahren unglaublich viel gelernt habe – durch Erfolge, Fehler und unzählige Stunden im Skatepark.

Vielleicht hilft dir der ein oder andere Punkt dabei, schneller Fortschritte zu machen oder dir den einen oder anderen Umweg zu sparen.


1. Ich würde die Basics viel ernster nehmen

Am Anfang wollte ich möglichst schnell die richtig schweren Tricks lernen.

Bri Flip, Kickless, Fingerwhip, Rewinds oder irgendwann sogar einen Backflip.

Heute weiß ich, dass genau deshalb gute Basics so wichtig sind.

Ein sauberer Bunny Hop, sichere 180s oder ein kontrollierter Tailwhip helfen dir später bei fast jedem neuen Trick. Wenn diese Grundlagen sitzen, lernst du auch schwierigere Tricks deutlich schneller und vor allem sicherer.

Ich weiß, dass es manchmal schwer ist, geduldig zu bleiben. Jeder möchte möglichst schnell die spektakulären Tricks können. Aber im Nachhinein hätte ich lieber etwas mehr Zeit in meine Grundlagen investiert.


2. Ich würde weniger Parts kaufen – und vorher mehr ausprobieren

Früher dachte ich oft:

"Wenn ich den teuersten Scooter oder die teuersten Parts fahre, werde ich automatisch besser."

Heute weiß ich, dass das meistens nicht stimmt.

Viele Profi-Parts sind besonders leicht, weil sie für Rider entwickelt wurden, die bereits auf einem sehr hohen Niveau fahren. Dort kann jedes Gramm einen Unterschied machen.

Als Anfänger bringt dir das aber oft gar keinen Vorteil.

Im Gegenteil: Gerade am Anfang werden Tricks noch unsauber gelandet, der Scooter fällt häufiger auf den Boden oder bekommt einfach mehr ab. Deshalb sind etwas robustere Parts oft sogar die bessere Wahl.

Viel wichtiger als der Preis ist, dass sich dein Scooter für dich richtig anfühlt.

Bevor du dir neue Teile kaufst, frag ruhig andere Rider im Skatepark. Oft kannst du einen Lenker, ein Deck oder sogar einen kompletten Scooter einmal ausprobieren.

So merkst du viel schneller, was wirklich zu deinem Fahrstil passt.

Ein teures Part ist nicht automatisch besser.

Das beste Setup ist meistens das, mit dem du dich am wohlsten fühlst.


3. Ich würde jeden neuen Trick filmen

Das ist wahrscheinlich einer der Tipps, den die meisten unterschätzen.

Viele filmen nur, wenn sie einen Trick geschafft haben.

Ich würde heute fast jeden neuen Trick aufnehmen.

Nicht für Social Media.

Sondern für mich selbst.

Auf einem Video erkennt man oft sofort Dinge, die man während des Fahrens gar nicht bemerkt.

Vielleicht springst du zu früh ab.

Vielleicht ziehst du den Lenker leicht schief.

Oder deine Körperhaltung passt noch nicht ganz.

Man sieht seine eigenen Fehler oft viel besser, wenn man sie später noch einmal anschaut.

Und genau dadurch lernt man meistens schneller.


4. Ich würde viel öfter mit besseren Fahrern fahren

Am Anfang denkt man oft:

"Die sind viel zu gut. Ich fahre lieber woanders."

Heute sehe ich das komplett anders.

Mit besseren Ridern zu fahren ist wahrscheinlich einer der schnellsten Wege, um selbst besser zu werden.

Sie haben viele Tricks, an denen du gerade arbeitest, selbst schon gelernt. Oft reicht ein kleiner Tipp oder eine andere Bewegung – und plötzlich klappt ein Trick, an dem du vorher stundenlang gescheitert bist.

Hab keine Angst, Fragen zu stellen.

Die meisten Rider helfen wirklich gerne weiter.

Und ganz nebenbei motiviert es auch unglaublich, mit Leuten zu fahren, die besser sind als man selbst.

Man wächst automatisch mit ihnen.


5. Ich hätte früher mehr auf Schutzausrüstung gesetzt

Viele denken bei Knieschonern oder einem Helm zuerst:

"Das brauche ich nicht."

Ich sehe das heute komplett anders.

Gerade Knieschoner haben mir irgendwann unglaublich geholfen.

Nicht nur, weil sie schützen.

Sondern weil sie Angst nehmen.

Wenn du weißt, dass du bei einem misslungenen Trick sicher auf den Knien landen kannst, probierst du automatisch mehr aus.

Dadurch lernst du oft sogar schneller.

Genauso wichtig ist aber noch etwas anderes:

Lass dich nicht stressen, wenn andere Rider zuschauen.

Viele denken sofort:

"Jetzt darf ich bloß nicht stürzen."

Dabei ist genau das völlig normal.

Jeder fällt.

Jeder landet Tricks erst nach vielen Versuchen.

Und wenn du im Skatepark einen neuen Trick schaffst, freuen sich die meisten Leute ehrlich für dich – ganz egal, ob es dein erster Tailwhip oder dein erster Bri Flip war.

Nutze die anderen Rider lieber als Motivation, statt dich von ihnen unter Druck setzen zu lassen.


6. Ich würde nie vergessen, warum ich überhaupt angefangen habe

Der wahrscheinlich wichtigste Punkt von allen.

Scooterfahren soll Spaß machen.

Natürlich möchte jeder neue Tricks lernen.

Natürlich möchte jeder besser werden.

Aber am Ende geht es nicht darum, wer die schwierigsten Tricks kann.

Sondern darum, dass du gerne zum Skatepark gehst.

Dass du neue Leute kennenlernst.

Dass du Fortschritte machst.

Und dass du irgendwann auf deine ersten Videos oder Bilder zurückblickst und merkst, wie weit du eigentlich gekommen bist.


Zum Schluss

Wenn ich heute nochmal ganz von vorne anfangen könnte, würde ich mir wahrscheinlich vor allem eine Sache sagen:

Genieß diese Zeit.

Die ersten Tricks.

Die ersten Sessions bis spät am Abend.

Die Leute, die du im Skatepark kennenlernst.

Die spontanen Ausflüge in andere Skateparks.

Die Contests.

Die kleinen Erfolge, über die man sich damals riesig gefreut hat.

Denn irgendwann blickst du darauf zurück und merkst, dass genau diese Momente die schönsten waren.

Scooterfahren bedeutet nicht nur, neue Tricks zu lernen.

Es bedeutet, Erinnerungen zu sammeln.

Freundschaften zu schließen.

Gemeinsam besser zu werden.

Und seine ganz eigene Geschichte zu schreiben.

Für mich ist genau das das Besondere am Scooterfahren.

Und ich hoffe, dass du deine Zeit genauso genießen wirst – denn genau diese Erinnerungen bleiben am Ende am längsten.