Manchmal fährt man mehrere Stunden, nur um einen bestimmten Skatepark zu besuchen.
Man hat sich vorher Videos angeschaut, kennt den Park aus dem Internet und hat schon ungefähr im Kopf, was man dort machen möchte.
Und dann kommt alles ein bisschen anders als gedacht.
Genau so war es auch bei meinem letzten Besuch im Mellowpark. Ein Ort, den ich schon lange einmal selbst fahren wollte. Dieses Mal hat es endlich geklappt – auch wenn ich schnell gemerkt habe, dass man so einen großen Park nicht einfach an einem Tag komplett kennenlernen kann.
Ein paar Rampen konnte ich testen, viele bekannte und neue Leute treffen und natürlich sind dabei auch einige Momente entstanden, mit denen ich vorher nicht gerechnet hatte.
Und genau darum geht es bei vielen meiner Sommer-Tage eigentlich viel mehr als nur um den Skatepark.
Der Sommer ist voller ungeplanter Momente
Im Sommer passiert einfach mehr.
Man ist länger draußen, fährt häufiger irgendwohin und hat öfter die Möglichkeit, spontan etwas zu machen.
Man fährt vielleicht mit Freunden zum Skatepark und bleibt danach noch irgendwo.
Man wollte eigentlich nur eine Session machen und landet plötzlich an einem komplett anderen Ort.
Oder man fährt mehrere Stunden, um jemanden zu besuchen, und am Ende entsteht daraus ein Tag, den man vorher niemals so geplant hätte.
Genau diese Momente sind für mich Sidequests.
Nicht unbedingt etwas Großes.
Oft sind es gerade die kleinen Dinge, die einen normalen Tag besonders machen.
Genau das passiert beim Scooterfahren ständig
Beim Scooterfahren ist das besonders einfach.
Du fährst in einen neuen Skatepark und kennst dort vielleicht niemanden.
Ein paar Stunden später kennst du plötzlich zehn Leute.
Jemand zeigt dir einen neuen Trick.
Du probierst etwas aus, was du eigentlich gar nicht vorhattest.
Irgendjemand kommt mit einer komplett unnötigen Challenge um die Ecke.
Oder man fährt nach der Session noch spontan weiter.
Und plötzlich ist aus einer normalen Trainingseinheit ein kompletter Tag geworden.
Das sind genau die Momente, die man vorher nicht planen kann.
Ein neuer Skatepark ist mehr als nur neue Rampen
Das habe ich auch bei meinem Besuch im Mellowpark gemerkt.
Natürlich wollte ich vor allem die Rampen fahren.
Aber mindestens genauso interessant waren die Menschen dort, die Stimmung und die ganzen kleinen Momente dazwischen.
Ich habe viele Zuschauer getroffen, Fotos gemacht, Sticker verteilt und Fahrer gesehen, die Tricks gefahren sind, bei denen man direkt wieder selbst etwas ausprobieren möchte.
Und obwohl ich nicht alles fahren konnte, was ich mir vorher vorgenommen hatte, bin ich trotzdem mit vielen neuen Eindrücken nach Hause gegangen.
Vielleicht ist genau das auch etwas, was man beim Scooterfahren manchmal vergisst:
Nicht jede Session muss perfekt laufen, damit sie sich lohnt.
Und die nächste Sidequest wartet meistens schon
Nach solchen Tagen geht es für mich meistens einfach weiter.
Dieses Mal ging es nach dem Skatepark-Trip noch weiter Richtung Polen – ein Ort, an dem ich jedes Jahr neue Leute treffe und immer wieder komplett andere Situationen entstehen.
Vielleicht wird daraus wieder eine Skatepark-Session.
Vielleicht geht es an einen See.
Vielleicht entsteht irgendeine spontane Challenge.
Vielleicht passiert etwas, das überhaupt nichts mit Scootern zu tun hat.
Und genau das macht den Sommer für mich so interessant.
Man weiß morgens nicht immer, wie der Tag am Ende aussehen wird.
Die besten Erinnerungen sind nicht immer geplant
Wenn ich an die letzten Jahre zurückdenke, erinnere ich mich natürlich an viele Tricks.
An neue Tricks, an schwierige Tricks und an Sessions, bei denen irgendwann endlich etwas funktioniert hat.
Aber oft ist es nicht nur der Trick selbst, an den man sich erinnert.
Man erinnert sich an den Tag.
An die Leute, mit denen man dort war.
An irgendein Gespräch.
An den Moment davor oder danach.
An eine spontane Idee, wegen der man plötzlich irgendwo anders gelandet ist.
Der Trick wird dabei fast zu einem Teil der Geschichte.
Und genau deshalb bleiben solche Tage so lange im Kopf.
Vielleicht war es gar nicht der große Moment
Vielleicht muss eine gute Sommererinnerung auch gar nichts Spektakuläres sein.
Vielleicht war es einfach ein Abend, an dem du länger draußen geblieben bist.
Eine spontane Fahrt irgendwohin.
Ein neuer Skatepark.
Eine Person, die du zufällig kennengelernt hast.
Ein Trick, den du eigentlich gar nicht landen wolltest und der dann plötzlich funktioniert hat.
Oder einfach ein komplett normaler Tag, der irgendwie viel besser geworden ist als erwartet.
Wenn man später auf den Sommer zurückblickt, sind es oft genau diese kleinen Situationen, die wieder auftauchen.
Und vielleicht merkt man dann erst, wie viele kleine Sidequests eigentlich zwischen den normalen Tagen passiert sind.
Der Sommer ist schließlich nicht nur das, was man geplant hat.
Es ist auch alles, was dazwischen passiert.
