Ein Scooter muss nicht immer komplett neu oder besonders teuer sein, um interessant auszusehen.
Manchmal sind es gerade die kleinen Details, die ein Setup besonders machen.
Ein selbst lackiertes Deck. Eine ungewöhnliche Farbkombination. Ein Satz auf der Seite. Oder einfach eine Kombination aus Teilen, die man so nicht jeden Tag sieht.
Genau deshalb geht es in der zweiten Ausgabe von Community Setups wieder um eure Scooter – und darum, was mir an ihnen besonders auffällt.
Umut – schlicht, leicht und mit einer Message
Umut fährt einen ziemlich cleanen Park-Scooter, der gleichzeitig ein paar Details hat, durch die er direkt auffällt.

Der Scooter ist hauptsächlich schwarz und silber gehalten, mit einer silbernen Titanbar und schwarzen Griffen. Dazu kommen unter anderem eine Sylphe Clamp und ein Pandemonium Deck – insgesamt also ein Setup, das ziemlich klar auf ein leichtes Park-Setup ausgelegt ist.
Was mir besonders ins Auge fällt, ist das selbst lackierte dunkelblaue Deck.
Darauf ist ein leichter weißer Paintsplatter zu sehen und an der Seite steht:
„Life goes on“
Und genau dieses kleine Detail macht für mich unglaublich viel aus.
Es wirkt nicht wie irgendein zufälliger Aufkleber, sondern wie etwas, das wirklich zu diesem Scooter gehört und ihn individueller macht.
Ich finde solche Details extrem cool, weil sie zeigen, dass ein Scooter nicht nur aus gekauften Parts bestehen muss. Man kann auch selbst etwas daraus machen.
Und ehrlich gesagt hat mich das sogar auf eine Idee für meinen eigenen Scooter gebracht.
Aktuell fehlt dem Setup nur noch das Griptape. Farblich könnte ich mir hier zum Beispiel Pink/Blue ziemlich gut vorstellen, weil es das Blau des Decks noch stärker hervorheben würde. Wer es etwas schlichter halten möchte, könnte aber genauso gut eine dunklere Kombination wählen.
Aber selbst ohne Griptape bleibt für mich vor allem eines hängen:
„Life goes on.“
Ein kleines Detail, das einen ziemlich großen Unterschied macht.
Tim – selbst gemacht und sichtbar gefahren
Auch Tims Scooter ist ein Park-Setup, das eher schlicht gehalten ist – mit einem Detail, das sofort auffällt.

Das Deck wurde selbst in einem helleren Blau lackiert und ebenfalls mit einem weißen Paintsplatter versehen.
Ursprünglich war es ein Pandemonium Boxed Deck, wurde aber selbst zu einem normalen Park-Deck zugeschnitten.
Dadurch bekommt der Scooter einen ziemlich eigenen Look.
Der Rest des Setups ist eher dunkel gehalten, wodurch das blaue Deck automatisch zum Mittelpunkt wird.
Was mir außerdem direkt aufgefallen ist: Der T-Lenker ist an beiden Seiten bereits etwas verbogen.
Und genau daran sieht man, dass der Scooter schon einiges erlebt hat.
Nicht, weil ein verbogener Lenker das Ziel sein sollte – sondern weil man daran erkennt, dass das Setup tatsächlich gefahren wird und schon einige Sessions, Stürze und vermutlich einige harte Landungen hinter sich hat.
Genau solche Spuren machen einen Scooter manchmal sogar interessanter.
Elias – clean mit genau den richtigen Farbakzenten
Bei Elias fällt wahrscheinlich als Erstes das Minikside Grip Tape in Pink/Blue auf.
Und das passt hier wirklich ziemlich gut.

Der Scooter selbst ist größtenteils silber gehalten und bleibt dadurch relativ schlicht.
Dazu kommen pinke und blaue Griffe – genau wie beim Griptape.
Das Interessante ist, dass dadurch nicht der komplette Scooter bunt wird.
Stattdessen bleiben die silbernen Parts im Mittelpunkt und die Farben setzen nur einzelne Akzente.
Genau diesen Look mag ich persönlich sehr.
Und die Kombination aus pinkem und blauem Griff ist mir natürlich besonders aufgefallen, weil ich selbst genau so fahre.
Deshalb gefällt mir dieses Detail wahrscheinlich noch ein bisschen mehr.
Konrad – Rot und Silber funktionieren besser als erwartet

Konrads Scooter geht farblich in eine ganz andere Richtung.
Hier treffen Rot und Silber aufeinander.
Rote Griffe, eine rote Clamp und rote Wheels – der Rest bleibt größtenteils silber.
Auch das ist wieder ein Park-Scooter, aber die Farbkombination macht ihn deutlich auffälliger.
Rot sieht man bei Scootern meiner Meinung nach gar nicht so häufig in dieser Kombination.
Dabei funktioniert es hier ziemlich gut.
Mir gefällt besonders, dass nicht versucht wurde, jeden einzelnen Part rot zu machen.
Stattdessen gibt es einige gezielte rote Akzente und dazwischen viel Silber.
Dadurch bleibt der Scooter clean, bekommt aber trotzdem seinen eigenen Charakter.
Sunny – ein Setup, das sich weiterentwickelt hat
Sunny war bereits bei der ersten Ausgabe von Community Setups dabei.

Diesmal hat er allerdings nicht einfach denselben Scooter noch einmal geschickt.
Er hat sein Setup weiter verändert – und ich muss sagen:
Ich finde die neue Version sogar noch besser.
Wieder dabei ist Minikside Grip Tape, diesmal allerdings in Pink/Black.
Dazu hat Sunny sein Deck selbst lackiert.
Die Farbe geht in Richtung Dunkelrot beziehungsweise Braun und passt überraschend gut zum Griptape.
Die restlichen Parts bleiben relativ leicht und schlicht gehalten.
Dadurch kommen die Farben noch stärker zur Geltung.
Was mir besonders gefällt, ist, dass man bei diesem Scooter wirklich merkt, dass sich jemand Gedanken über die Kombination gemacht hat.
Auch das Griptape wurde nicht einfach nur aufgeklebt, sondern mit einem zusätzlichen Trennstrich etwas individueller gestaltet.
Und genau solche Kleinigkeiten machen für mich den Unterschied.
Diese Kombination aus dem dunklen, selbst lackierten Deck und dem Pink/Black Griptape gehört für mich definitiv zu meinen Favoriten aus dieser Ausgabe.
Mein Fazit
Wenn ich mir alle fünf Scooter zusammen anschaue, finde ich es eigentlich ziemlich cool, wie unterschiedlich sie trotz ähnlicher Richtung geworden sind.
Sunny gehört für mich optisch definitiv zu meinen Favoriten. Die Kombination aus dem selbst lackierten Deck und dem Pink/Black Griptape ist etwas, das ich so bisher noch nicht gesehen habe und das deshalb direkt hängen bleibt.
Am meisten überrascht hat mich aber Umut.
Nicht wegen der teuersten Parts oder weil sein Scooter besonders auffällig ist, sondern wegen eines kleinen Details auf der Seite seines Decks:
„Life goes on.“
Genau solche Sachen bleiben bei mir hängen.
Und vielleicht werde ich diese Idee sogar selbst bei einem meiner nächsten Scooter aufgreifen.
Mein eigenes Motto „Live your SideQuest“ würde dafür wahrscheinlich ziemlich gut passen.
Und genau das ist eigentlich auch das, was ich an Community Setups so interessant finde:
Man kann ähnliche Parts fahren wie jemand anderes und trotzdem kann am Ende ein komplett anderer Scooter entstehen.
Durch Farben.
Durch kleine Veränderungen.
Durch selbst lackierte Parts.
Oder einfach durch ein Detail, das nur für einen selbst eine Bedeutung hat.
Am Ende ist es genau das, was aus einem Scooter deinen Scooter macht.
